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Modelle des amerikanischen Herstellers
Team Associated zählen in der Szene zum Besten, was für Geld
zu haben ist und der neue Stadium Truck RC10 T4 ist ein Offroader nach
diesem Zuschnitt. Der gleichfalls amerikanische Hersteller Novak hat einen
Namen bei RC-Car-Elektronik und bietet seit einiger Zeit das SS5800 Super
Sport Brushless-Motor-System für RC-Cars an. Wir haben diese zwei
Top-Produkte zusammengefügt zum American Way of Drive.
Zwei Dinge kennzeichnen die Team Associated-Modelle: Sie sind zum einen
in
der etablierten Wettbewerbsszene absolut bekannt und geschätzt und
zum anderen sind sie nach amerikanischer Norm gebaut, was im Wesentlichen
bedeutet, dass zum Montieren zöllige Werkzeuge benötigt
werden. In den Modellbaugeschäften stehen die Modelle so sie
denn vorrätig geführt werden meist irgendwo ganz oben
in den Regalen in respektvoller Distanz. Zudem handelt es sich vornehmlich
um klassische Bausätze. Zwar bietet Team Associated mittlerweile
auch RTR-Versionen an, aber zum einen sind die in engagierten Modellbaukreisen
verständlicherweise sowieso weniger geschätzt und zum anderen
steht die Frage, ob es Team Associated als namhafter Hersteller hochwertiger
RC-Cars nötig hat, diesem Trend hin zum Modellbauspielzeug
auf breiter Front zu folgen.
Ausstattung
Der RC10 T4 wird als Bausatzmodell ohne Motor, Fahrtregler und sonstigem
fernsteuertechnischem Zubehör in den Varianten Team Truck (Bestellnummer
7020) und Factory Team Edition (Bestellnummer 7022) angeboten. Darüber
hinaus gibt es auch eine RTR-Variante (Bestellnummer 7021). Bei den Bausatzvarianten
muss auch das Antriebsritzel separat beschafft werden. Das macht Sinn,
denn abhängig vom gewählten Motor, ist die Übersetzung
vermittels eines entsprechenden Ritzels anzupassen. Es gibt bei den Bausatz-Varianten
keine vormontierten Baugruppen, dafür aber auch schon in der Team
Truck-Version jede Menge hochwertiger Ausstattung, die anderswo oft schon
unter der Rubrik Tuning-Ausstattung firmiert und extra kostet. Beim T4
werden MIP-CVD-Kardans eingesetzt, alle Kugellager sind gedichtet, die
Kugelgelenke werden durch Schaumstoffabdeckungen vor Schmutz geschützt,
die Stoßdämpfer sind PTFE-beschichtet und alle Plastikteile
sind aus einem recht widerstandsfähigen Composit-Material. Die Team
Truck-Version beinhaltet dabei glasfaserverstärkte Composit-Chassisteile;
das Tuning-Programm bietet carbonfaserverstärkte Kunststoffe, die
sich äußerlich erstaunlicherweise kaum von den Glasfaserkunststoffteilen
unterscheiden, wohl aber im Gewicht.
Zusammenbau
Die Bauanleitung ist verständlich gestaltet, setzt aber Englischkenntnisse
voraus. Sie enthält neben der Montagevorschrift und der Bauteilereferenz
auch wichtige Hinweise für das Setup des Modells. Dem Bausatz liegen
Werkzeuge zum Zusammenbau bei, jedoch ist man gut beraten, sich darüber
hinaus mit einem guten zölligen Schraubendrehersatz für
Innen- und Außensechskant auszustatten. Zum ersten Eindrehen der
Schrauben insbesondere in das Carbonfasermaterial sind vergleichsweise
hohe Drehmomente erforderlich.
Inbusschraubendreher mit Kugelkopf sind hier nachteilig, denn mit ihnen
können diese Drehmomente nicht zuverlässig übertragen werden
und die Gefahr der Zerstörung der Inbusschraubenköpfe beim ersten
Eindrehen ist recht groß. Es muss hier in jedem Fall mit viel Gefühl
gearbeitet werden. Das gilt besonders für die blauen Aluminiumschrauben.
Das Auftragen von etwas Graphitfett (Bestellnummer 6588), welches dem
Bausatz ohnehin beiliegt, hat sich als recht hilfreich erwiesen. Man ist
auch gut beraten, sich bereits im Vorfeld der Montage mit einigen Ersatzschrauben
oder einem zweiten Schraubensatz auszurüsten, für den Fall aller
Fälle. Die Stifte in den MIP CVD-Kardans müssen mit der Madenschraube
sorgsam befestigt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Madenschraube
zuverlässig mit Schraubensicherung fixiert wird. Wenn sich diese
Verbindung im Betrieb löst, entweicht der Stift aus dem Gelenk und
zerflexst den Querlenker noch bevor das Kardangelenk seine Funktion endgültig
und dann auch äußerlich erkennbar aufgibt. Bei der Montage
fällt die hohe Passgenauigkeit der Teile auf. Es existiert kein Millimeter
Luft, alles ist irgendwie kompakt, fest und mit großer Präzision
gefertigt. Auch wenn es anfangs vielleicht hier und da etwas zu passgenau
scheint, spätestens nach dem Einlaufen erweist sich die Bauteilpassung
dann als absolut richtig.
Roll-out
Der T4 wurde zunächst auf einem buckeligen Parkplatz eingesetzt,
um beim ersten Roll-out unbedingt notwendige Setup-Korrekturen zu identifizieren
und das Modell hinsichtlich sich eventuell lösender Schrauben und
Verbindungen zu beobachten. Wenn Unregelmäßigkeiten bei einem
frisch montierten Modell auftreten, so zeigen sie sich erfahrungsgemäß
während der ersten Betriebsminuten.
Das SS5800-System kann in sechs verschiedenen Modi betrieben werden, wovon
drei auch das Rückwärtsfahren gestatten. Die Modi unterscheiden
sich weiterhin durch die Maximaldrehzahl, das verfügbare Drehmoment
und die Bremswirkung. Nach einigem Probieren wurde letztlich der SS-High-Modus
mit unlimitierter Drehzahl, ausschließlicher Vorwärtsfunktion
und maximaler Bremskraft gewählt. Von der Regelungscharakteristik
unterscheidet sich das Novak-System nicht merklich von herkömmlichen
High-End-Reglern für Kollektormotoren. Wer es nicht weiß, wird
beim SS5800 anhand der Regelungscharakteristik kaum ein Brushless-System
vermuten. Der Brushless-Antrieb schiebt den T4 ordentlich an und hier
gilt es neben der Einstellung für die Rutschkupplung, vor allem die
richtige Übersetzung zu ermitteln. Beim Testmodell wurde ein 18er-Ritzel
eingesetzt, das eine brauchbare Variante ist, denn es belastet weder den
Motor und Regler übermäßig, noch lässt Endgeschwindigkeit
und Beschleunigung zu wünschen übrig. Der T4 ist ein wendiges
Offroad-Modell, das viel Fahrspaß bietet. Zwar gilt es, mit den
typischen Eigenheiten eines heckgetriebenen Modells vertraut zu werden,
aber wer erst einmal mit dieser Herausforderung umzugehen gelernt hat,
der will sie nicht mehr missen. Die Reifen bieten viel Grip und insbesondere
auf Parkplätzen zieht der T4 seine Bahn wie an einer Schnur. Der
Einsatz eines Stabis an der Hinterachse ist dabei genauso hilfreich wie
das Aufziehen weniger schnell verschleißender Reifen, denn die Baukastenreifen
sind in erster Linie für naturbelassene Offroad-Strecken gemacht,
nicht aber für den Einsatz auf Stein, Beton oder Asphalt. Weniger
positiv fielen die Stoßdämpfer des T4 auf. Sie zeigten nach
einiger Zeit vermehrt Lufteinschlüsse. Die Asso-Dämpfer haben
keinen Ausgleichsraum in Form der bei anderen Fabrikaten üblichen
Gummimembran in der Dämpferkappe.
Es ist daher zwangsläufig, dass diese Dämpfer mit einem mehr
oder minder großen Öl-Luft-Gemisch arbeiten. Dann stellt sich
natürlich die Frage, wie genau der Einfluss von unterschiedlich viskosem
Silikonöl noch auf die Dämpfercharakteristik ist. Die Firma
Progressive Suspension bietet für die Asso-Dämpfer Kappen mit
Ausgleichsräumen. Diese Lösung war auch schon in der Wettbewerbsszene
zu beobachten und stellt eine interessante Alternative dar.
Absoluter Fahrspaß
Modelle wie den T4 mit einem Brushless-Antrieb auszurüsten, ist zwar
derzeit noch kein preiswertes Vergnügen und es ist zudem auch nicht
regelkonform in Hinblick auf einen Wettbewerbseinsatz, aber es bietet
absoluten Fahrspaß und honoriert in der Weise den Aufwand. Der Unterschied
zu herkömmlichen Motorsystemen ist beim Novak Brushless-Antrieb kaum
spürbar. Die Power ist subjektiv vergleichbar mit der von 11-turn-Motoren
und die Fahrzeit ist etwa 20 Prozent länger im Vergleich zu den Bürstenmotoren;
und dann ist da natürlich noch der Vorteil eines Motors, dem Schmutz
und Steine nur sehr schwer etwas anhaben können. Wenn all dies keine
Argumente für den breiten Einsatz der Brushless-Systeme in der Zukunft
sind, welche sollten es dann sein?
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Inhalt des Bausatzes: Bauanleitung, Lexankarosse, Chassiswanne, Räder,
Reifen und ein großer Beutel
mit allen übrigen Einzelteilen

Die Team-Truck-Version des T4 wurde mit diesen Tuningteilen zusätzlich
bestückt, die bei der inzwischen verfügbaren Factory Team Edition
bereits überwiegend enthalten sind

Vorderachse mit den nachgerüsteten
Titan-Links/Rechts-Spurstangen zur Einstellung von Sturz und Spur

Vorderachse des T4 mit den an der Rückseite der Stoßdämpferbrücke
befestigten Dämpfern

Eine obere Chassisbrücke fixiert den Lenkungsmechanismus und erzeugt
zusätzliche
Stabilität im Frontteil des Chassis

Neue kompakt bauende Getriebegruppe des T4 mit dem 52-zähnigen Kugeldifferenzial
und gedichteten Kugellagern für alle Zahnräder, die im Übrigen
nicht geschmiert werden müssen

Die Pistolen-Fernsteuerung ist serienmäßig enthalten

Motoraufnahme und Kunststoffbügel zum Schutz des Motors vor den Unwägbarkeiten
des Offroad- und Renneinsatzes

Fahrbereites Chassis mit Novak SS5800 Super Sport Brushless Motor System,
einem Sanyo 3300er NiMH-Akku und einem Ko Propo-Empfänger

Das Karosseriedesign wurde am Modell entwickelt, der später blaue
Streifen wurde hier zunächst probeweise mit Maskierfolie abgeklebt

Karosseriedesign mal ohne Feuerflammen, Tropfen, Farbverläufe und
anderen bunten Beigaben aus dem Spielzeugmarkt
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